"Mein bist du, und wärfen Höll' und Himmel sich zwischen uns!" - Kabale und Liebe II,5 / Ferdinand// Kämpferin. personal blog     
       » Sonnie, 20. XXX

Meine erste Woche ist rum, wow.

Die Vorlesungen sind.. interessant, jedenfalls fast alle. Ich bin immer gespannt, was als nächstes kommt. Ab Montag bekomme ich dann auch noch Vks und fange mit Salsa an (auf beides freue ich mich schon, glaube ich).

Ich vermisse mein Zuhause sehr, fühle es immer noch tief in mir drin, dass irgendetwas fehlt. Dass ich einsam bin und niemand etwas dagegen tun kann, aber auch dort war ich nicht mehr unter Freunden. So etwas wie Freunde gibt es für mich nur noch selten und wenn, dann wohnen sie weiter weg. Versteht denn niemand, dass ich mich nicht auf Menschen einlassen will, die mir nur das Herz wieder brechen könnten? (Und die meisten werden es auch tun.) Bekanntschaften - von mir aus, aber tiefere Bindungen? Ich bin mir nicht sicher, aber ich würde es am liebsten mit einem Nein beantworten.

(17./18.10.14)

"Beziehungen funktionieren nicht wie im Fernsehen oder wie im Kino: kriegen sich die beiden, oder nicht? Klappt es und sie sind ein Leben lang glücklich? Schwachsinn. Neun von zehn Beziehungen scheitern, weil die Leute nicht zusammenpassen und die Hälfte der Ehen, die dann noch entstehen, werden wieder geschieden und trotzdem hat mich der ganze Mist nicht zum Zyniker gemacht. Das ist nicht wahr. Nein… ich glaube schon, dass die Liebe hauptsächlich dazu dient, dass die Menschen sich teure Pralinen schenken können und in manchen Kulturen… vielleicht auch Hühner. Sie können mich gern für n‘ Arsch halten, aber ich glaube, das stimmt wirklich. Mein Fazit ist: Auch zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind, müssen diesen Mist durchmachen, aber der feine Unterschied ist: sie lassen sich davon nicht fertig machen. Einer von den Beiden wird immer wieder den Mut finden, für die Beziehung zu kämpfen. Und wenn die Sache wirklich stimmt und die zwei viel Glück haben, wird einer von ihnen das Richtige sagen.”
— Dr. Cox (Scrubs)

Zwei Jahre sind vergangen. Zwei Jahre, seitdem du nicht mehr bei uns bist und andauernd denke ich an dich: zum Beispiel, wenn ich meine Uhr ansehe oder auf einer Schiffs-Fahrt bin, wenn ich bei dir in der Wohnung bin. Es gibt so viele Situationen, da bist du in meinem Kopf. Du fehlst mir noch immer sehr, so sehr. 

Ich wünschte, du könntest mich sehen. Du wärst stolz auf mich, wie keine andere Person. Du würdest mich lächelnd in den Arm nehmen. Ich vermisse dein Lächeln, deine Anwesenheit und deinen vertrauten Duft. Und auch, wenn ich grade über hunderte Kilometer von deinem Grab entfernt bin, so würde ich am liebsten Heim kehren und Blumen niederlegen, nur damit du weißt, dass ich noch immer an dich denke. Uns allen geht es nicht gut, weil du zu früh von uns genommen wurden bist. Ich liebe dich, Opa.

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